El Bolsón: Maria, Florian und Simón

3 11 2013

Von diesem sympathischen Örtchen aus lassen sich wieder schöne Wanderungen unternehmen. Wir kamen spät nachts an und gleich am nächsten Morgen ging es als erstes zur Tourist-Info. Die haben hier eine extra Abteilung für Wanderer, viele Tips und eine gute Karte. Dann zum Supermarkt um Proviant zu besorgen und dann sofort auf den Trail 🙂 Am ersten Tag ging es, zuerst entlang des glasklaren Rio Azul und dann steil bergauf durch den Wald, zur Berghütte Hielo Azul. Schon von Beginn an hatten wir einen Mitwanderer, der uns bis zuletzt begleitete. Simón war sein Name und es war ein wirklich toller Hund!

Wir dachten schon, wir würden neben der Katze, die die Hütte wohl über den Winter bewacht, die einzigen auf der einsamen Hütte bleiben, als noch ein Ami und zwei Australier auftauchten. In der Nacht schneite es etwas und darum gingen wir am nächsten Tag erst gar nicht Richtung Gletscher, denn wir wollten nicht schon wieder wegen plötzlich unsichtbarem Weg umdrehen müssen. Stattdessen machten wir uns kurz nach den anderen auch auf den Weg zurück ins Tal, aber über eine andere Route. Zuerst ging’s zum Aufwärmen über 100 Höhenmeter knallhart bergauf. Hier lag noch mehr Schnee und wir hatten Glück, dass Simón den Weg kannte und teilweise vorauslief (ist aber auch größtenteils wirklich gut markiert, die Strecke…). Im Tal waren wir dann relativ schnell, auch wenn wir’s schon ein bisschen in den Knien merkten. Dann ging es wieder rauf zur nächsten Hütte ‚Dedo Gordo‘. Ein schnuckeliges Hüttchen mit tollen Aussichtspunkten! Den Tag über hat es immer wieder geregnet aber ab ca. 1000m hat es geschneit und als wir ankamen brach die Sonne durch die Wolken und die Hütte und der Wald drumherum wirkten wie verzaubert.

Für Simón opferten wir an diesem Abend unser Corned Beef (am Vorabend tat er sich am Futter der Hüttenkatze gütlich). So schnell konnten wir gar nicht schauen, wie er den Topf geleert hatte. Schon in der Nacht klarte es auf und der nächste Tag war ausgezeichnet. Wir gingen wieder zurück ins Tal und ein letztes Mal über eine der brüchigen Hängebrücken hier. So schlimm waren nicht mal die in Nepal! Wir wollten zurück zu unserem Ausgangspunkt ca. 10km Flussabwärts um unseren treuen Begleithund abzuliefern. Leider gibt es keinen Weg am Fluss und wir mussten auf der anderen Seite des Tals wieder steil bergauf. Nach diesem ganzen Auf und Ab hatte ich sogar mal wieder einen leichten Muskelkater.

Simóns Besitzer war froh, als er wieder da war. Der Hund begleitet wohl öfter Leute, aber manchmal lassen sie ihn einfach zurück, wenn sie nach dem Wandern mit dem Taxi in die Stadt fahren. Wir entspannten den Rest des Nachmittags in der Sonne am vor sich hinplätschernden Rio Azul und am nächsten Tag ging es wieder weiter – immer gen Norden. Wir kamen wieder per Anhalter bis Mendoza. Die Stadt ist schön Grün denn in jeder Straße stehen Bäume in Reih und Glied und auf den Plätzen kann man im Schatten schön sein Eis genießen. Die Gegend zu erkunden hatten wir keine Lust, es ist heiß und es wird Zeit für uns etwas schneller voranzukommen. Also nahmen wir von hier mal wieder den Bus – ins über 3600km entfernte Lima, Peru. Dauert zwar ein Weilchen, aber wir sind ja inzwischen erprobte Langstreckenfahrer. Außerdem wäre ein Flug von Santiago min. 3mal so teuer gewesen, und so konnten wir auch noch die (durchwegs wüstenhafte) Landschaft von Nordchile und Südperu an uns vorüberziehen lassen.

PS: Der Rückflug von Madrid ist nun auch gebucht und wir schlagen geplant am 7.12.13 um 20.30 wieder in München auf – aber ganz sanft hoffentlich…

Rio Azul
Simón mit Stiefeln an
Morsches Brücklein
Refugio Hielo Azul
Refugio Dedo Gordo
Blick auf den Piltriquitrón
Rio Azul


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2 Antworten zu “El Bolsón: Maria, Florian und Simón”

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